Was haben Facebook, Xing und co. mit einer erfolgreichen Bewerbung zu tun?

Social Media hat auch unsere Arbeitswelt stark verändert. Viele haben das www jederzeit griffbereit dabei. Auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop.

  • Täglich besuchen wir unsere Freunde auf Facebook, Instagram oder Snapchat.
  • Wir informieren uns über Neuigkeiten, Politik oder Unternehmen,
  • folgen Youtubern,
  • gehen auf Stellensuche oder
  • diskutieren auf Fachforen oder Xing Gruppen.

Wir liken und twittern und werden sichtbar.

Natürlich nutzen auch Personalabteilungen und insbesondere Personalberater das Netz, um geeignete Kandidaten für offene Positionen zu finden und zu kontaktieren.

Hier bieten sich also für Stellensuchende riesige Möglichkeiten zur Positionieren, es lauern aber auch Gefahren.

Bsp. 1 – Facebook

Mit Elan durchforstet Michael nach seinem erfolgreich, mit einem guten Notendurchschnitt bestandenen Schulabschluss, die Stellenanzeigen seiner Samstagszeitung.

Er searched durch die Jobseiten des Arbeitsamtes und sucht in einzelnen Onlinestellenbörsen nach einer geeigneten Einstiegsposition in ein Unternehmen.
Er findet einige Jobs, die ihn interessieren und schreibt eifrig Bewerbungen. Gut formuliert und vollständig. Aus seiner Sicht wird er bestimmt bald eine Einladung bekommen, da er die angegebenen Anforderungen erfüllt.

Nach 4 Wochen ist Michael völlig ratlos – er hat ausschließlich Absagen bekommen. Auf Drängen seiner Mutter fasst Michael sich ein Herz und ruft die Personalabteilung des Unternehmens, bei dem er am liebsten angefangen hätte, an, um nach dem Absagegrund zu fragen.

Er fällt aus allen Wolken, als die Personalreferentin ihm mitteilt, dass er einmal seinen Facebook-Auftritt überdenken solle. Hier hatte er vor knapp zwei Jahren unter anderem öffentlich Zitate und Videos mit tendentiell rechten Inhalten geteilt.

Bsp. 2 – eigener Blog

Karin ist aktives Mitglied im Sportverein – neben ihrem Job als Bürokauffrau bloggt sie leidenschaftlich über ihre Tätigkeit als Trainerin und Organisatorin von Jugendfreizeiten. Sie gibt Tipps zu geeigneten Locations, zu Trendsportarten und vielem mehr. Viele Inhalte postet sie parallel auf Facebook und ist hier stark vernetzt.

Über eine Facebook- “Freundin” erfährt sie von einer Stellenausschreibung eines Startups. Es wird eine Geschäftsführungsassistentin gesucht, die Social Media affin und bereit ist, berufsbegleitend eine Ausbildung zur Social Media Managerin zu machen.

Über die Freundin stellt Karin den Kontakt zu der Ansprechpartnerin im Unternehmen her. Da diese von den außerberuflichen Aktivitäten begeistert ist, wird Karin direkt zum Gespräch eingeladen und muss ihre vollständigen Unterlagen erst jetzt präsentieren. Sie wird eingestellt und ist heute die verantwortliche Social Media Managerin des inzwischen etablierten Unternehmens.

Bsp. 3 – Xing

Klaus, verheiratet, zwei schulpflichtige Kinder, ist IT Berater bei einer deutschlandweit tätigen Unternehmensberatung.

Eigentlich ist ihm der Spagat zwischen Beruf und Familie zu groß, häufig bedauert er, dass er so selten bei den Aktivitäten seiner Kinder dabei sein kann. Gerade letzte Woche hat seine Tochter an einem Reitturnier den zweiten Platz gewonnen. Er arbeitete an diesem Freitag in Kiel und kam erst spätabends nach Hause. Aber seine Arbeit gefällt ihm und er hat auch viele Freiheiten bei seinem jetzigen Unternehmen.

Noch kann er sich nicht entscheiden, sich nach einem anderen Job umzusehen. Da er ein Xingprofil besitzt, stellt er zumindest seinen Status unter Karrierewünsche auf “Nicht auf Jobsuche, offen für Angebote”.

Nach einiger Zeit schreibt ihn ein Personalberater an und stellt ihm eine interessante Inhouse Position 40 Kilometer von seinem Heimatort entfernt vor…

Fazit

An diesen Beispielen zeigt sich, dass wir Fußspuren im Netz hinterlassen, die wir bewusst für unser berufliches Fortkommen einsetzen können.

Seien Sie achtsam und nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten optimal für Ihre (Neu)Positionierung.

Durchforsten Sie Ihr Facebookprofil und veröffentlichen Sie private Beiträge nur für Ihre Freunde.

Heben Sie sich positiv ab und kommen Sie ihrem Wunschjob einen Riesenschritt näher.

Wie das funktionieren kann, zeige ich Ihnen unter anderem in meinem Beitrag „Xing Profil für Fortgeschrittene – mit einem Top Profil zu mehr Anfragen von Personalern und Headhuntern“.

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