Messe Personal 2017 in Stuttgart – klein aber fein

Im Vergleich zur Messe Personal in Köln ist die Veranstaltung in Stuttgart eher klein, aber dadurch auch gut überschaubar. Für den innovativen Charakter sorgen die verschiedenen Veranstaltungsformate wie z.B. „Business & Science Connect“, Meet&Seat – Meeting Point Workshops, Vorträge von Key Note Speakern und auch die Start-Up Area, die mit innovativen HR Newcommern aufwartet. Für mich an diesem Tag besonders gelungen war der fließende Übergang von HR Experten zu BGM-Anbietern, die im Rahmen der Corporate Health Convention ausstellten.

Für den HR Brunch, bei dem Impulsvorträge für aktives Networking sorgen, war meine Zugverbindung leider zu spät.

Am Ende des Tages bin ich mit neuen Inspirationen nach Hause gegangen und habe sehr interessante und schöne Gespräche geführt. Die Atmosphäre war sehr entspannt, entgegenkommend und offen.

Mein persönliches Highlight

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Carolin Desirée Töpfer zum Thema „Digitalisierung jetzt! – Wie Sie Ihr Unternehmen in die Zukunft führen“

Die Digitalstrategin, Bloggerin  und Programmiererin legte den Finger in die Wunde:

Digitalisierung kann nur erfolgreich gelingen, wenn die Führung dahinter steht, alle Mitarbeiter frühzeitig in den Prozess einbindet und vor allem dran bleibt.

„Fehlendes Verständnis für Zukunftstechnologien in den Führungsetagen, Generationen-Konflikte, Datensicherheit oder Nachholbedarf in Bezug auf die Infrastruktur – als Digitalstrategin und Sparring-Partner setze ich da an, wo die Unternehmen meiner Kunden in Sachen Digitalisierung gerade stehen“ sagt die Digital-Aktivistin, die sich dafür einsetzt, dass die Politik Menschen befähigt, mit der Digitalisierung Schritt zu halten.

Digitalisierung funktioniere nicht über Nacht – um eine digitale Kultur zu entwickeln solle man mit 2-3 Jahren rechnen. Dazu sei es unerlässlich, den Mitarbeitern Freiräume für digitale Weiterbildung einzuräumen und diese aktiv zu unterstützen. „Mitarbeiter müssen die Möglichkeit erhalten, (von der Nutzungs-) auf die Steuerungsebene vozudringen, um fehlerfrei mit Maschinen zu interagieren, dauerhaft erwerbstätig zu bleibenund an der digitalen Transformation eilhaben zu können.“
Jeder solle deshalb dabei einbezogen werden, denn schließlich machen die Menschen das Unternehmen einzigartig.

Es war ein sehr erfrischender Vortrag

(„Generationenkonflikt kennen wir alle – die meisten von Ihnen haben sicher Kinder – ich habe Eltern;-)“ oder „mein Haustier – ein Linuxserver in Miniaturfortmat“ ),

der durchaus wachrüttelte

(Die Besitzverhältnisse unserer Daten ändern sich – wem gehören sie eigentlich, wenn ich sie z.B. bei Facebook eingebe? Datenströme in Echtzeit nehmen zu (Stichwort selbstfahrende Autos). Informationsverarbeitung wird durch normale Tätigkeiten selbständig angestoßen – Start up in den USA: wenn Sie in einem Brief die Adresszeile schreiben, startet der Computer parallel eine Googlesuche und zeigt Ihnen die Adresse in Maps. Es gibt eine Gruppe von Menschen, die mit der Verschmelzung von Mensch und Maschine experimentieren.)

einer sehr selbstbewußten jungen Frau, die mit excellentem Sachverstand und einem hervorragenden Gespür für die Notwendigkeit von Mitarbeiterbeteiligung und ganzheitlichem Vorgehen als Repräsentantin der Generation Y absolut überzeugte.

Wenn Sie mehr von ihr lesen möchten empfehle ich einen Blogbeitrag, den sie für die Messe geschrieben hat: Bewerber-Magnet dank digitalem Mindset? Wie Arbeitgeber im Recruiting punkten.

Das Geheimnis, um Schritt zu  halten: Bereitschaft Neues auszuprobieren und auch mal abseits der ausgetretenen Pfade zu agieren.

Neue Recruitinglösung für den außerakademischen Arbeitsmarkt – mobile Job

Damit Sie dies tun können, stelle ich Ihnen auch gerne noch mobile Job vor. Das Startup bietet eine „Recruitinglösung für den außerakademischen Arbeitsmarkt“, die durch zielgerichtete mobile Ansprache passiver Kandidaten punktet. Sie haben sich bewußt für den außerakademischen oder gewerblichen Arbeitsmarkt entschieden, da es hier aus Arbeitgebersicht einen sehr hohen Bedarf aber wenig oder sogar keine relevanten Jobbörsen gibt, da sich die konventionellen Anbieter wie StepStone oder Monster nur an akademische Kandidaten richten.

mobileJob.com nutzt ausschließlich social media Kanäle, dabei primär Facebook, um die potentiellen Kandidaten mit Hilfe selbst entwickelter Algorithmen zu identifizieren und ihnen die für sie relevanten Stellenausschreibungen zuzuspielen. Durch reine Interessenbekundung wird der Bewerbungsprozess angestoßen, der ausschließlich mobil abgewickelt wird, da interessierte Kandidaten  6-8 Fragen beantworten, die für das Unternehmen relevant für den Entscheidungsprozess sind.

Durch die Beantwortung dieser Fragen entsteht eine Expressbewerbung, die eine Entscheidungsgrundlage für die Personaler ist. Diese Expressbewerbungen werden anschließend im mobileJob.com-Bewerbungscenter, auf das Kunden immer und überall Zugriff haben, verwaltet und kann von diesen eingesehen werden. Direkt danach kann es zur Einladung zum Vorstellungsgespräch oder zur Absage kommen. Schnell, mobil und ohne großen Aufwand für die Bewerber/innen.

Die Idee ist nicht grundsätzlich neu – auch andere Anbieter versuchen, den Bewerbungsprozess ausschließlich mobile abzuwickeln – u.a. Talentcube, die ich bereits 2015 vorgestellt habe oder auch job-ninjas, die ebenfalls bei der Messe Personal 2017 dabei waren.

Der große Unterschied zu mobileJob.com: Deren USP gegenüber solchen Anbietern ist, dass keine Hürden im Bewerbungsprozess aufgebaut werden. Das heißt: Kein Bewerber benötigt eine App oder ähnliches und muss sich daher auch nichts downloaden. Das ist bei anderen Anbietern komplett anders. Zwar geschieht hier auch etwas auf mobilem Weg, aber ähnlich wie bei konventionellen Jobbörsen über eine Bindung an den jeweiligen Anbieter – in dem Fall über die Apps. mobileJob.com spricht hingegen über die sozialen Kanäle immer wieder neue Kandidaten an und zwar solche, die auch wirklich zur Vakanz passen. Ein richtig guter Ansatz, der Erfolg verspricht.

Informieren Sie sich, welche Form Ihnen am besten gefällt und für Ihre Zielgruppe geeignet ist.

Auch für den betrieblichen Gesundheitsförderungs-Bereich habe ich viele Anregungen mitnehmen können, die auch für kleine Unternehmen interessante Möglichkeiten bieten – u.a. eine Kombination aus Shiatsu-Massagesessel und Visualisierungsbrille oder ein onlinebasiertes RückenFit Programm, das von den Krankenkassen nach §20 Abs. 1 SGB V als Gesundheitskurs zertifiziert ist.

Noch einmal zusammengefasst ist ein Tag auf der Messe gut investiert, da man neue Impulse bekommt und sich mit Spezialisten austauschen kann. Ich werde sicherlich auch im nächsten Jahr wiederkommen.

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